DER BLOG
10 Fragen - 10 Antworten: Heute: Julia Echterhoff - Illustratorin aus Köln

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen?
In der Schule hatte ich Kunst LK, was auf der Hand lag, da ich meine gesamte Kindheit und Jugend über gemalt und gezeichnet habe. Nach dem Abi folgten vier Semester Kunst auf Lehramt, ohne dass ich ein konkretes Ziel hatte. Aber es war eine sehr inspirierende Zeit, die ich u.a. für die Arbeit an meiner Mappe genutzt habe. Die habe ich später in Aachen eingereicht und wurde dort auch genommen. Nach dem Diplom bin ich in einem kleinen Designbüro gelandet und habe schnell verstanden, dass Design und Illustration eng miteinander verwoben sind bzw. man durch Illustration im Design profitieren kann. Ich wollte nie in großen Agenturen arbeiten. So habe ich die nächsten 15 Jahre in kleinen Büros und in der Grafik einer Hochschule verbracht und als freiberufliche Grafikdesignerin und Illustratorin gearbeitet. Letzteres mache ich bis heute (gerne), allerdings bin ich letzten Sommer in den sozialen Bereich quereingestiegen, und hier liegt aktuell auch mein Herzblut.2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte?
Momentan gar nicht, deshalb kann ich diese Frage leider nicht beantworten.
3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen?
Inzwischen wäre ich sehr gerne Sozialarbeiterin, weil man einfach so viele tolle und wichtige Dinge damit machen kann. Familienhilfe, Jugendarbeit, Telefonseelsorge …
Ernährungswissenschaften finde ich auch total spannend, und Privatière wäre auch nicht schlecht ;-).
4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus?
Über Instagram ziehe ich sehr viel Inspiration. Allerdings war ich eine Zeitlang zu viel dort, bin zu vielen Illustratoren gefolgt und habe meinen eigenen Maßstab zu hoch gesetzt. Das hat mir überhaupt nicht gut getan und so habe ich mein Konto entrümpelt. Bei den Illustratoren und Künstlern, die ich gut finde, schaue ich inzwischen bewusst vorbei, d.h. ich entscheide, wann ich was sehen will und das funktioniert gut.
5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt?
Ich illustriere am iPad und zeichne ausschließlich per Hand. Insofern ist alles, was ich beruflich illustriere, von Anfang an digital. Wenn ein Projekt freigegeben wurde, kommt es auf den Wunsch des Kunden an, ob ich die Daten nach der Reinzeichnung selber in den Druck gebe oder ihm eine druckfähige Datei schicke. Das gilt für Illustrationen sowie für Grafik-Projekte.
6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen?
Ich finde es wichtig, authentisch zu sein und transparent zu arbeiten, meine Timings anzukündigen und mich auch daran zu halten.
Ich strebe ein zuverlässiges, respektvolles Verhältnis an, das auch gerne humorvoll sein darf. Man arbeitet während eines Jobs ja eng zusammen und beide Seiten profitieren von einer angenehmen und unverkrampften Kommunikation.
7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop?
Ich bin bei Instagram und habe neben meiner Homepage ein ausführliches Portfolio auf Behance. Allerdings akquiriere ich nicht mehr und bin deshalb nicht mehr aktiv auf den Seiten unterwegs.
8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich?
Inzwischen ist Erfolg für mich die Bereicherung an Zwischenmenschlichem. Es bedeutet mir viel, z.b. einem Kind geholfen und Sicherheit gegeben zu haben. Dieses Gefühl habe ich beruflich vorher nicht gekannt, ich hatte nur den abstrakten Wunsch, etwas Sinnstiftendes zu machen. Erfolg ist aber auch, wenn ein Kunde mir nach einem Job sagt, wie gut ihm die Zusammenarbeit gefallen hat.
9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen?
Nichts. Es war genau richtig, dass ich mit Anfang 20 in einen wundervollen kreativen Beruf eingestiegen bin, das war genau mein Ding. Erst im Laufe der letzten Jahre hat sich die Designbranche so stark verändert, dass ich mich nicht mehr wohlfühle und auch nicht mehr wiederfinde. So spannend ich Sozialarbeit jetzt finde – damals war ich einem Freundeskreis voller angehender Sozialpädagogen und Sozialarbeiter und habe niemanden beneidet. Es sollte also nicht so sein ;-).
10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest?
Ich möchte wieder mehr analog zeichnen, und das am liebsten nicht für Likes bei Insta, sondern für mich.
Im letzten Urlaub habe ich fast ein ganzes Buch vollgezeichnet und es hat so Spaß gemacht, im Alltag kriege ich das irgendwie nicht hin. Es wäre schön, wenn sich das nochmal ändern würde.
Antworten von Julia Echterhoff.
Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Julia.
INFO & Kontakt:
Fotos & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Julia Echterhoff.

1. Euer Werdegang | Wie seid ihr beide eigentlich jeweils zum Design gekommen? Ronja: Kreativität war bei mir schon immer da – oder vielleicht hatte ich einfach das Glück, sie als Erwachsene wiederzuentdecken. Meine Mama ist sehr kreativ, wenn auch nicht beruflich und gemeinsame Bastelabende waren als Kind mein absolutes Highlight. Nach dem Abi habe ich trotzdem zunächst BWL studiert. Ein Designstudium hatte ich zwar im Kopf, habe aber die Bewerbungsfristen verpasst und mir fehlte damals auch etwas der Mut. Außerdem mochte ich auch Mathematik und wollte mir mit BWL verschiedene Wege offenhalten. Während meines Studiums arbeitete ich in einem Start-up im Marketing und übernahm zunehmend gestalterische Aufgaben. Meine erste – noch recht amateurhafte – Website in WordPress war schließlich mein Einstieg ins Webdesign, das bis heute mein Hauptberuf ist. An den BWL-Bachelor habe ich dann noch ein Studium im Kommunikationsdesign angeschlossen und mich gemeinsam mit einer guten Freundin selbstständig gemacht. Die Idee für roki Design entstand gemeinsam mit Kinan erst einige Jahre später. Kinan: Bei mir liegt der Ursprung für die Kreativität sicherlich auch in der Kindheit. Aber das Interesse für Möbel und Interior insbesondere ist auch daraus entstanden, dass meine Familie in Aleppo eine Firma für Möbelproduktion und Textilien hatte, in der ich schon als Kind viel geholfen oder zumindest zugesehen habe. Damals war es für mich super interessant, die vielen verschiedenen Maschinen und auch handwerklichen Techniken der Mitarbeitenden betrachten und kennenlernen zu können. Ich habe dann hier in Deutschland in Dortmund Objekt- und Raumdesign studiert. Das Interesse für 3D Drucker ist während der Corona-Zeit entstanden. Hier hatte ich, zunächst für den privaten Gebrauch, einen ersten 3D Drucker erworben und mich damit auseinandergesetzt. Das war weniger um ein bestimmtes Objekt fertigen zu wollen, sondern eher, weil ich mich gern mit Techniken und Maschinen und deren Funktionsweisen beschäftige. Aber aus dem Verständnis für verschiedene Techniken, entstehen mit der Zeit dann eigentlich automatisch Ideen für eigene Objekte. 2. Euer Verkauf | Wie und wo verkauft ihr eure Produkte? Wir verkaufen unsere Produkte über unseren eigenen Online-Shop und mittlerweile auch in über 40 Läden, meist sind es kleine Concept-Stores. Die meisten davon befinden sich in Deutschland und der Schweiz, es sind aber auch ein paar andere EU-Länder vertreten. Wir haben auf unserer Website eine Unterseite namens “Store Finder”, auf der man auf einer Karte schauen kann, in welchen Geschäften wir vertreten sind. Hin und wieder nehmen wir auch an Designmärkten teil, bisher aber nur im Raum NRW. 3. Eure alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend gewesen? Ronja: Ich wollte lange Zeit Lehrerin werden, da ich während der Schulzeit gerne Nachhilfe gab, aber ich glaube vor einer versammelten Schulklasse könnte ich mir mich heute gar nicht vorstellen. Ansonsten frage ich mich manchmal, ob ein Mathematik Studium nicht auch was für mich gewesen wäre. Architektur fand ich eigentlich auch immer interessant, das wäre ja auch eine gute Kombination aus Mathematik und Kunst gewesen. Kinan: Ich hätte vielleicht auch ein Ingenieur-Studium und Job in dem Bereich gut gefunden, da ich mich schon sehr für Maschinen und Fertigung interessiere. Aber ich könnte mir auch Architektur oder etwas im Bereich Software-Entwicklung passend vorstellen. 4. Eure Inspiration | Wie sieht euer tägliches Ritual für die Inspiration aus? Ein tägliches Ritual habe ich (Ronja) ehrlich gesagt nicht, dafür gibt es zu viele andere Aufgaben, die weniger in den kreativen Bereich fallen, die so tagtäglich anfallen. Aber zum Start eines Brand Design Prozesses bin ich auf jeden Fall viel auf Pinterest und Behance unterwegs und erstelle mir hier Mood-Boards. Zudem habe ich eine große Schublade, in der ganz viele gesammelte Printsachen schlummern, die ich irgendwo mal mitgenommen habe. Kinan liebt YouTube, um sich über neue Technologien zu informieren und Produktionsabläufe oder auch Maschinen und deren Funktionsweise zu verstehen. Objektideen für roki entstehen bei uns auf sehr unterschiedliche Weise. Am inspiriertesten fühlen wir uns oft nach Reisen, egal ob Städtetrips oder längeren Urlauben und meistens kommt man hier mit irgendwelchen neuen Ideen wieder zurück nach Hause. Bis so eine Idee dann aber zum realen Objekt wird, vergeht oft einige Zeit. Aktuell haben wir viele neue Ansätze, die aber noch nicht so wirklich ausgearbeitet sind. Das passiert dann eher so on the Go, wenn man mal wieder eine kreative Phase hat oder durch irgendeinen Impuls dazu angestoßen wird. 5. Eure Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Aktuell haben wir ja erst zwei Produkte und der Ablauf der Entwicklung ist hier, glaube ich, auch immer ein wenig unterschiedlich, aber bisher war der Ablauf ungefähr so: Wir starten mit einigen Handskizzen, wenn wir erste Ideen haben und unterhalten uns viel darüber. Dann überträgt Kinan diese Skizzen in ein 3D Programm und probiert auch hier vielleicht schon verschiedene Abwandlungen im Design, was wir dann wiederum gemeinsam besprechen. Dann drucken wir erste Prototypen im 3D Drucker, um eine haptische Vorstellung des Objekts zu bekommen. Wenn uns das Design, also hinsichtlich der Form, Proportionen etc. gefällt, gibt es meist noch einige weitere Schritte zu verbessern, die eher technischer Natur sind. Bei den Kerzenhaltern haben wir zum Beispiel verschiedene Methoden probiert, um den Elementen etwas mehr Gewicht zu verleihen. Bei der Uhr war das Finden der optimalen Druckeinstellungen (wo muss Support gedruckt werden, welche Drucker für was genutzt etc.) ein längerer Prozess. Diese technischen Schritte liegen eher bei Kinan. In der Zwischenzeit arbeitet Ronja dann eher an der Gestaltung der Produktverpackung und möglichen anderen Medien, z.B. einem Produktinfo-Heft. Wenn das Produkt fertig ist, müssen dann noch Fotos gemacht werden, ein Preis kalkuliert werden etc. 6. Euer Erfolgsrezept | Habt ihr einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? Spontan würden wir sagen: Einfach mal machen! Oft ist der Part vom Anfangen ja am schwersten und hier ist es gut, wenn man probiert, nicht zu verkopft zu sein. Das fällt mir (Ronja) aber auch oft sehr schwer. Nicht zu viel Perfektionismus, im Zweifel wird man einfach mit jedem neuen Versuch besser und lernt aus Fehlern. Keine besonders individuelle Antwort, aber es stimmt. 7. Euer Social Media Auftritt | Wie nutzt ihr die sozialen Medien und auf welchen Plattformen seid ihr vertreten? Verkauft ihr auch per Onlineshop? Wir sind auf Instagram und Pinterest, wobei wir Pinterest nur sehr sporadisch pflegen. Auch Instagram fällt uns manchmal eher schwer, aber bei der Vermarktung von Designobjekten ist es natürlich eine sehr nützliche und wichtige Plattform, daher probieren wir hier aktiv zu sein. Wir haben einen eigenen Online-Shop ( roki-design.com ). 8. Euer Warum | Warum macht ihr das, was ihr macht und was bedeutet Erfolg für euch? Also für uns ist das größte “Warum” die Freude am kreativen Schaffen. Es ist einfach ein richtig gutes Gefühl, wenn man eine Idee hat, diese umsetzt und dann am Ende ein fertiges Objekt oder Design in Aktion sieht, an dem sich auch andere erfreuen und das auf seine Art einfach gut funktioniert. Aber natürlich geht es auch darum, unseren Lebensunterhalt zu sichern und das möglichst auf eine Art, die zu uns und unseren Bedürfnissen sowie Stärken und Schwächen passt - um es mal ganz pragmatisch auszudrücken. Wir haben in jedem Fall auch beide ein recht großes Freiheitsbedürfnis und genießen es daher sehr, dass man als Selbstständige*r selbst entscheiden kann und Herr*in über die eigene Zeit ist - auch wenn es in den meisten Fällen vermutlich eher mehr Arbeit bedeutet, aber diese macht eben auch zu 90% Spaß. 9. Euer Neubeginn | Wenn ihr mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntet, was würdet ihr heute anders machen? Kinan: Mir fallen als erstes viele kleine Fails ein, die wir vor allem am Anfang beim Produktionsprozess gemacht haben, aber es wäre wahrscheinlich auch sehr unrealistisch zu glauben, dass man ohne solche Fails bei der Produktentwicklung auskommen könnte. Ronja: Auf jeden Fall würde ich mich heute schneller mit Experten für bestimmte Bereiche verbinden, zum Beispiel für die Steuern - aber dafür fehlte mir am Anfang auch einfach das Budget und es ist jetzt, mit etwas mehr Einkommen, natürlich viel leichter das zu sagen. Ich neige aber leider dazu, alles selbst machen zu wollen und eher ungern nach Hilfe zu fragen. 10. Euer nächstes Ziel | Was ist euer nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den ihr euch erfüllen möchtet? Also ein großes Ziel ist gerade schon in Erfüllung gegangen, und zwar haben wir seit Oktober 2025 ein eigenes kleines Studio in der Bochumer Innenstadt, in dem wir unsere Objekte fertigen. Ansonsten arbeiten wir gerade an Ideen, um mit dem Material aus Fehldrucken oder Produktionsresten weiter zu arbeiten und daraus wiederum neue Objekte zu fertigen. Kinan träumt hier auch eigentlich davon, eine Art “Recycling-Fabrik” für verschiedene Kunststoffe aufzubauen, sodass wir dem Ziel einer zirkulären Produktion noch näher kommen. Hier würden wir auch gern noch größere Möbel fertigen. Aber das ist dann ein wirklich großes Ziel, welches wir eher langfristig anstreben. Antworten von Ronja & Kinan. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei euch beiden, Ronja & Kenan. INFO & Kontakt: Ronja Baumann Bochum kreativbuero-zwei.de www.instagram.com/kreativbuero_zwei Ronja & Kenan roki-design.com www.instagram.com/roki.design Fotos: Mit freundlicher Unterstützung by Ronja von roki-Design

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen? In meinem Fall ist es die Illustration und ich würde sagen, sie ist zu mir gekommen. Ich bin in einem künstlerisch arbeitenden Haushalt aufgewachsen und war als Teenager der festen Überzeugung, das auf keinen Fall als Beruf zu machen, wenn ich erwachsen bin. Also wirklich auf gar keinen Fall. Trotzdem habe ich immer gezeichnet und bin während der Schulzeit regelmäßig zum Aktzeichnen gegangen - erst viel später habe ich begriffen, daß mein Lehrer Wolfgang Leber war, mit 15 war mir nicht klar, was ich da für einen ungeheuren Goldschatz erwischt hatte. Als ich mit dem Abi fertig war, hing ich ein bißchen in der Entscheidungsleere rum, ich wusste schlicht nicht wie weiter und bin erstmal als AuPair nach Großbritannien gegangen, um gut Englisch zu lernen. Dort habe ich Merle Goll kennengelernt, die die Idee hatte, einen Kunst-Grundlagenkurs zu belegen, also einen Kurs, der viele kreative Studiengänge zum Reinschnüffeln bietet - da bin ich auf die Fotografie gekommen, die ich noch immer sehr liebe, aber nach einem Jahr als Assistentin dann zurück in Berlin war mir klar, das ich das nicht wollte. Das Assijahr war wunderbar, ich habe es sehr genossen, aber ich habe auch verstanden, dass mir einiges an Fähigkeiten fehlt, um in diesem Beruf bestehen zu können. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Ich bin eigentlich Dienstleisterin und arbeite für Verlage oder andere Auftraggeber die Illustrationen oder andere Bilder brauchen, die sie bei mir in Auftrag geben. Zusätzlich habe ich aber einen Shop bei Etsy, wo ich hochwertige und signierte Drucke, aber auch Originalzeichnungen verkaufe. etsy.com/shop/friederikeablang . 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Mein Wunsch war es ursprünglich, Biologie zu studieren und zu Greenpeace zu gehen, für den Planeten zu kämpfen mit Fachwissen. Das wäre nach wie vor eine tolle Alternative, ich würde auch gerne mal für Greenpeace illustrieren - liebe Greenpeace-Helden, schreibt mir! Ich finde auch alles, was mit dem menschlichen Körper zu tun hat, sehr interessant, ein heilender Beruf wäre toll, auch auf der seelischen Ebene als Therapeutin oder Coach würde ich gerne arbeiten. Das sind aber nur Luftschlösser, ich habe das ja nie versucht. Ich weiß also nicht, ob ich als Ärztin taugen würde, ob ich überhaupt durchs Studium käme ist fraglich und therapeutisch zu arbeiten ist auch belastend und man muss Talent mitbringen, Geduld. Keine Ahnung, ob ich das könnte. Und mein absoluter Traumjob: Schriftstellerin. Trau ich mich aber (noch) nicht und weiß natürlich kein bißchen, ob ich das kann, bisher sind Gedichte und Kurzgeschichten entstanden, nichts langes. 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Ein echtes Ritual für die Inspiration habe ich nicht. Ich gehe gerne spazieren. Am liebsten da, wo Wasser ist oder im tiefen tiefen Wald. Ich spreche mit Freund:innen, Kolleg:innen, surfe im Netz, gehe in Ausstellungen, schaue Filme und lese sehr gerne und viel. Und ich sehe mir sehr gerne an, was in der Buchwelt los ist, in Buchläden, auf Messen, bei anderen Zuhause. Ein Konglomerat all dessen oder eben nur kleine Splitter einzelner Teile inspirieren mich. Manchmal entsteht ein Gedicht in meinem Kopf durch einen halben Satz, den jemand gesagt hat oder durch eine bestimmte Farbe des Horizonts am frühen Morgen oder durch den Dampf, der aus meiner Kaffeetasse steigt. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Wir gehen in diesem Fall mal vom Produkt Buch aus: Ich bekomme den Text, manchmal auch das Layout. Lese, schaue, denke, skizziere. Dann schauen die Kund:innen - merken an, bitten um Korrekturen oder segnen einfach ab. Ich bringe also die Korrekturen an und dann zeichne ich rein. Allermeistens geschieht dies digital, selten noch mit Papier und Tusche. Dann schicke ich eine Voransicht des reingezeichneten Bildes an die Kund:innen und wenn die zufriedenstellend ist, schicke ich eine druckbare Datei. 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? Ich kann nur in meinem Feld raten: Wenn jemand Buchillustrator:in werden möchte, empfehle ich unbedingt, zeichnen zu üben und zwar viel. Also richtig richtig viel. Parallel sollte man unbedingt einen Job haben, der die Miete und das Essen zahlt, denn unter finanziellem Druck an Aufträge zu kommen, ist hart und kann einen zur Verzweiflung bringen. Wichtig ist auch, Korrekturen niemals persönlich zu nehmen, sie haben nichts mit mögen oder nicht mögen zu tun. Es ist eine Form der Kommunikation, um am Ende das Produkt zu haben, das der Kunde wünscht. Du hast eine Vorstellung davon, wie das Bild aussehen soll, die Kund:innen evtl. eine andere. Man ist als Illustrator:in sehr mit dem eigenen Sein involviert und tut immer ein Stück Seele mit auf's Papier, was uns sehr sensibel Kritik gegenüber machen kann, vor allem, wenn sie nicht konstruktiv ist oder herablassend formuliert. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Ich nutze einige soziale Kanäle für das für meinen Beruf wirklich wichtige Netzwerken - sowohl mit Kund:innen als auch Kolleg:innen. Ich habe einige der besten Menschen in meiner Illustrationsblase über die Socials gefunden. Z.B. die wunderbaren Zeichnerinnen des Unterseecafés. Die üblichen Socials haben heute einen schlechten Beigeschmack, den ich auch empfinde, aber ich sehe vor allem die Vorteile der Inspiration und Verbindung mit anderen. Instagram, LinkedIn, Facebook bespiele ich regelmäßig, bin manchmal bei Dribble, sehr selten bei Behance unterwegs, habe die vermeintlichen Alternativen zu IG getestet und schaue gerne mal bei Pinterest, mache aber einen großen Bogen um AI generierte Bilder. Ich zeige auf meinen Kanälen Berufliches - Bücher, Veranstaltungen, Ausstellungen als Ergebnis oder Ankündigung, aber gerne auch freie Arbeiten, die für mich selbst entstanden sind, als fröhlicher Ausgleich zum Dienstleisterzeichnen, das ich sehr liebe, aber manchmal braucht es ein bißchen Freiheit zum Aufladen der kreativen Batterie. 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Ich liebe meinen Beruf. Er ist für mich die perfekte Kombination aus sinnvollem Tun, mit echtem Ergebnis und dem, was ich wirklich gerne tue. Es ist auch Arbeit für Menschen, was ich sehr schätze und wenn mir eine Mutter erzählt, ihr Kind hätte es in der Schule am Anfang schwer gehabt, aber meine Zebrafigur aus den Klett Schulbüchern, die es auch als Kuscheltier in manchen Klassenzimmern gibt, hätte ihm geholfen sich hineinzufinden, macht mich das unfassbar glücklich. Erfolg kann hier zweierlei bedeuten: Zufriedenheit einerseits mit dem, was man tut, mit den Büchern, die man illustriert, mit den Menschen mit denen man zusammen arbeitet. Andererseits ist es ein Erfolg, wenn sich das Buch gut verkauft. Im Idealfall ist es beides. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Ich würde viel früher viiiiiel mehr üben, viel mehr anschauen, viel mehr vernetzen. Ich war am Anfang unfassbar naiv und habe gedacht, das wird schon alles irgendwie klappen. Aber erst mit viel viel viel Fleiß und guten Verbindungen zu Kolleg:innen und Verlagen bin ich an den Punkt gekommen, an dem ich einigermaßen zufrieden bin, mit dem was ich produziere und mit genug Aufträgen, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest? Ich würde sehr gerne Texte schreiben und veröffentlichen, am liebsten Gedichte. Einige Texte liegen schon bei Verlagen, ich drücke mir selber sehr die Daumen. Der Wunschtraum wäre, ein ganzes Buch zu schreiben und sei es nur ein kleines. Ach seien wir ehrlich - ein dickes fettes Buch! Ist absolut unwahrscheinlich, aber träumen tue ich dennoch davon. Antworten von Friederike Ablang. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Friederike. INFO & Kontakt: Friederike Ablang Buchillustratorin aus Berlin friederikeablang.com www.instagram.com/friederikeablang www.linkedin.com/in/friederike-ablang Fotos & Grafiken & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Friederike Ablang. Hinter zwei der Illustrationen hier unten verstecken sich bei "Klick" 2 Gedichte von Friederike Ablang mit dem Titel: "Essentia Natalis" und "Schulstullen". Findest Du sie?

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen? Ich habe schon immer gezeichnet, aber vor allem habe ich mich zu einem Studium entschlossen: Kommunikationsdesign, also Umgang mit allen visuellen Medien, um Inhalte zu transportieren. Zu meiner speziellen Ausrichtung darin – Kinderbuch, Comic und Architektur-Illustration – bin ich durch eine Mischung aus Einflüssen in der Ausbildung, im beruflichen Alltag und Eigeninteressen gekommen. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Ich verkaufe meine Leistung auf Messen: indem ich auf die Buchmessen gehe und dort meine KundInnen aus der Verlagsbranche treffe und anspreche. Und dann auf Social Media, indem ich sie da sichtbar mache und anbiete und Kontakt zu den KäuferInnen der Produkte – überwiegend sind es Bücher – halte. 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Uff, das ist eine schwere Frage, denn eigentlich mache ich schon das, wofür ich am beste n geeignet bin. Aber meine Einschätzungen sind: 1. Musicaldarsteller 2. Therapeut 3. Restaurator 4. Architekt bzw. Kunsthistoriker. 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Mein tägliches Ritual für Inspiration ist, die nötige Entspannung herbeizuführen, damit Inspiration einkicken kann. Das ist nicht immer leicht, aber zwei Dinge sind dafür in der Regel nötig: Mein täglicher Spaziergang von ca. 1 Stunde (ja, ich versuche die 10.000 Schritte zu schaffen!) und die Arbeit an einem Projekt, das nur „mir“ gehört, nicht für einen Kunden oder eine Kundin sein muss. Zeichnen für mich halt. Ansonsten erhole ich mich auch – und finde dadurch zu Inspiration, weil es den Geist freimacht – beim Sport (Krafttraining). Und beim Schwimmen. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Bei mir handelt es sich ja in der Regel um Produkte, die andere auf den Markt bringen, wo der Vertrieb durch andere passiert. Aber dadurch ist enge Zusammenarbeit mit mir – nach den Entwürfen – und meinen KooperationspartnerInnen notwendig, um das spätere fertige Ergebnis dann auch auf ebendiesen identifizierten Markt abzustimmen, die Entwürfe diese Richtung auf das Ergebnis zu nehmen zu lassen. Das heißt, dass ich nach den Entwürfen viel mit den EntscheiderInnen aus den Verlagen, oder den jeweiligen zuständigen Abteilungen spreche, was denn wie umgesetzt werden soll. 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? Erfolgsrezept ist meines Erachtens nach: Beschäftige dich mit deinen KundInnen und ihren Bedürfnissen. Nachdem du identifiziert hast, welche das sind – für wen du arbeiten willst und kannst. Das impliziert auch, dass du dich fragst, was du am liebsten machen möchtest. Aber nicht nur. Man muss auch kompromissbereit sein. Selbst in den am perfektesten zu einem passenden Branchenzweigen gibt es Dinge, die der Kunde, die Kundin vorgeben können muss, beziehungsweise Dinge, über die du nichts erfahren und auf die du nicht achten, auf die du nicht kommen würdest, wenn du dich nicht mit deinem Gegenüber beschäftigst. Empathie, Einfühlungsvermögen sind unerlässliche Eigenschaften als Designer. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Ich bin derzeit vor allem auf LinkedIn und Instagram aktiv. Ein bisschen Bluesky und Cara sind auch dabei, und bei TikTok habe ich (mehr pro forma) ein Profil. Ebenfalls bin ich auf Mastodon. Einen Shop habe ich (noch) nicht, der Gedanke wird aber etwas akuter gerade, da ich gerne meine eigenen Comics und Bücher in einen gewissen Maßstab vertreiben wollen würde – und den Merch dazu. Noch ist es Zukunftsmusik, aber wer weiß… 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Ich zeichne, weil ich so bin: Ich bin Illustrator, Gestalter von Ausbildung und Veranlagung her. Tut mir leid wegen der cheesy Antwort! Aber ich glaube schon ein bisschen auch an den Begriff „Begabung“: Ich bin geboren, um zu zeichnen und zu gestalten. Das ist nun mal mein Naturtalent, jetzt gepaart mit Expertise. Warum ich das mache, bedeutet also: Um es anwenden zu können, was ich kann und mir über die Jahre auch erworben habe. Erfolg bedeutet für mich, das auch so tun zu können und davon leben zu können – aber fast noch mehr, in den Bereichen meiner Kernkompetenzen eingesetzt zu sein, und das ist Comic, Kinderbuch und Architektur. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Ich würde mich früher über all das „Drumrum“ informieren: Über steuerliche Fragen und Fragen des Geschäftsaufbaus. Aber das geht heute auch einfach und schneller als zu der Zeit, in der ich angefangen habe, von daher: no regrets :). Es ist halt viel schwieriger, sich das „im Lauf“ alles zusätzlich beizubringen, als es von Anfang an vorher mit abzuklopfen. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest? Ich möchte eine weitere Graphic Novel in Angriff nehmen – ob autobiografisch oder ein anderes Thema (wieder eine Klassiker-Adaption oder ein historischer Stoff) weiß ich noch nicht so ganz – und mein Sachbuch über die Zeit der Ozeandampfer um 1900 rausbringen. Außerdem will ich, dass mein Webcomic MILES & SALLY irgendwie das Licht der Welt in Buchform erblickt . Antworten von Thilo Krapp. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Thilo. INFO & Kontakt: Thilo Krapp Illustration 13507 Berlin www.thilo-krapp.com www.instagram.com/thilokrapp https://de.linkedin.com/in/thilo-krapp-035802a6 Fotos & Grafiken & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Thilo Krapp. Portrait Thilo Krapp (c) by Thorsten Futh

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen? Ich habe als Kind und bis zum Studium viel analog gemalt und gezeichnet, verschiedene Techniken ausprobiert und experimentiert. Dann habe ich es aus Zeitmangel lange schleifen lassen. Trotzdem hat mich die Kunst immer begleitet – wenn auch eher theoretisch, da ich Kunstgeschichte studiert habe. Als mir mein Mann vor ein paar Jahren ein iPad mit Stift und der App Procreate geschenkt hat, damit ich endlich wieder loslege, war ich sofort wieder „back in the game“ – bis heute. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Hauptsächlich online auf Etsy und über verschiedene (Family-)Concept Stores in ganz Deutschland. Früher war ich auch ein- bis zweimal im Jahr auf Märkten, aber das mache ich aktuell nicht mehr. 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Ich bin Kunsthistorikerin und habe viele Jahre in unterschiedlichen kulturellen Einrichtungen, vor allem in Kunstmuseen, gearbeitet. Hier habe ich Erfahrungen in mehreren Bereichen gesammelt. Ausstellungsorganisation und Kunstvermittlung sind definitiv zwei Felder, in die ich jederzeit gerne wieder einsteigen würde. Früher wollte ich außerdem Modedesignerin, Bühnenbildnerin oder Goldschmiedin werden. 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Ein tägliches Ritual habe ich nicht. Inspiration entsteht eher unterschwellig – durch unseren chaotischen Alltag mit Kindern und durch kleine Fluchten in die Großstadt oder ins Ausland. Diese Abwechslung brauche ich, um neue Ideen zu sammeln. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Meist starte ich mit einer Idee für ein Produkt und arbeite erst danach an den Entwürfen – selten andersrum. Meine eigenen Produkte beschränken sich auf Papeterie. Wenn der Entwurf steht, geht es an die Materialauswahl und das Finden der richtigen Durckerei. Für aufwendigere Produkte arbeite ich sehr gerne mit anderen Labels zusammen 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? Einfach machen! Viel zu oft denkt man: „Ich bin noch nicht gut genug“, „Meine Website ist schlecht“, „Ich habe noch kein Logo“ usw. Aber all das braucht man am Anfang nicht zwingend. Meiner Meinung nach entwickelt sich vieles mit der Zeit. Wichtig ist, erstmal sichtbar zu werden und mit der eigenen Arbeit nach außen zu gehen. Der Rest ergibt sich ganz natürlich. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Ich bin hauptsächlich auf Instagram und ein bisschen auf LinkedIn aktiv. Das hat für mich bisher gut funktioniert. Allerdings verändert sich gerade viel, und mein Verhältnis zu sozialen Medien ist im Moment etwas zwiegespalten. Meine Verkäufe laufen ausschließlich über Etsy, einen eigenen Onlineshop habe ich nicht. 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Kreativ zu sein ist meine Leidenschaft, und ich bin sehr glücklich, dass ich sie zu meinem Beruf machen konnte. Gleichzeitig passt meine Arbeit durch ihre Flexibilität ideal in unseren Familienalltag. Erfolg bedeutet für mich Zufriedenheit. Natürlich spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle, aber vor allem möchte ich mich jeden Tag auf meine Arbeit freuen, inspirierende Menschen kennenlernen und abwechslungsreiche Projekte umsetzen. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Eigentlich würde ich nicht viel anders machen. Vielleicht hätte ich aber meinen ursprünglichen Wunsch, Kommunikationsdesign statt Kunstgeschichte zu studieren, umgesetzt und mich weniger von anderen Meinungen beeinflussen lassen. Dennoch bereue ich bis heute keine Entscheidung. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest? Mein größter Wunsch wäre aktuell, Teil einer kreativen Büro- oder Ateliergemeinschaft zu sein. Alleine im Homeoffice zu arbeiten ist auf Dauer nichts für mich. Da ich in einer Kleinstadt lebe, ist das etwas schwieriger – aber hoffentlich nicht unmöglich. ;-) Antworten von Jane Holtewert. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Jane. INFO & Kontakt: Jane Holtewert 49809 Lingen (Ems) www.janeholtewert.de www.instagram.com/jane.holtewert www.linkedin.com/in/jane-holtewert-illustration www.etsy.com/de/shop/janeholtewert Fotos & Grafiken & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Jane Holtewert.

1. Dein Werdegang | Wie bist du auf die Idee gekommen einen Concept Store zu eröffnen? Und wann war das Eröffnungsjahr? 2016 – zu meinem 50. Geburtstag und nach einem prägenden Aufenthalt in Mosambik – entstand die Idee, einen Conceptstore mit nachhaltig produzierten Produkten, vor allem von Frauen geführter Labels, zu gründen. 2017 eröffnete ich DAS SCHÖNWERK in Steinfurt, 2019 folgte der Umzug nach Münster in die Warendorfer Straße, und 2024 schließlich an den Spiekerhof in die Innenstadt. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Im Laden oder per Onlineshop? Oder beides? Der Schwerpunkt liegt klar auf dem stationären Handel in Münster. Der Onlineshop befindet sich derzeit im strukturellen und visuellen Relaunch. 3. Deine alternativen Berufe | Was hast du vor der Ladeneröffnung beruflich gemacht und welche 2-5 alternativen Berufe wären auch toll gewesen? Nach dem Abitur zog ich 1986 vom Sauerland nach Berlin, studierte Soziologie und anschließend Modedesign. In einem Modekonzern stieg ich rasch auf – oft als erste Frau in der jeweiligen Position. Seit 2003 bin ich selbstständig in der Beratung für vertikale Fashion-Unternehmen tätig. Wäre ich nicht diesen Weg gegangen, hätte mich wohl das Tischlerhandwerk gereizt – auch wenn ich in diesem patriarchal geprägten Umfeld vermutlich nicht glücklich geworden wäre. 4. Deine Inspiration | Welche Produkte wecken dein Interesse? Mich fasziniert, wozu Menschen kreativ fähig sind. Produkte betrachte ich weniger aus Design-, sondern aus Menschenperspektive: Wer könnte sich dafür begeistern – und warum? So treffe ich auch meine Sortimentsentscheidungen für DAS SCHÖNWERK. 5. Dein Einkauf | Wie/wo suchst und findest du die passenden Hersteller:innen? Und wie geht es dann weiter? Die Einkaufspraxis ist kein Mysterium – wir leben alle in derselben Konsumwelt. Ich entdecke Marken bei Städtereisen, über Social Media oder durch direkte Kontaktaufnahmen. Kommt eine Marke in die engere Auswahl, prüfe ich sie auf Transparenz, Herstellung und Haltung, bevor ich in den Austausch gehe. 6. Dein Stil | Wie würdest du deine Produktpalette und Designvorliebe beschreiben? Was findet der Kunde, die Kundin bei dir? Ich habe DAS SCHÖNWERK für Menschen geschaffen – nicht für Dinge. Persönlich liebe ich schlichtes, zugängliches Design, das sich viele leisten können. Der ursprüngliche Bauhaus-Gedanke – Kunst und Handwerk für alle – inspiriert mich, auch wenn er in der Realität selten konsequent umgesetzt wird. 7. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Concept Store-Besitzer? Welche Fehler sollte man vermeiden? Erfolg ist für mich kein reines Zahlenkonstrukt. Ich bin glücklich, mit DAS SCHÖNWERK ein stabiles Unternehmen aufgebaut zu haben, das großartige Menschen beschäftigt und Kund:innen begeistert. Da sich der Einzelhandel stetig wandelt, gibt es keine allgemeingültige Erfolgsformel – was heute gilt, kann morgen schon veraltet sein. 8. Dein Tipp an Designer:innen | Magst du Anfragen von Designer:innen oder / Small Businesses zwecks einer Zusammenarbeit? Oder nervt dich das eher? Vor einer Anfrage an Händler:innen sollte das eigene Portfolio kritisch geprüft werden: Passt es wirklich zum Konzept, zur Zielgruppe, zur Preiskalkulation? Viele Anfragen zeigen mangelndes Verständnis für Handel, Margen oder Abverkaufsstrukturen. Wer den Schritt vom Hobby zur Marke wagt, sollte auch die betriebswirtschaftlichen Grundlagen (KPIs!) beherrschen. 9. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch direkt darüber? Ohne Instagram gäbe es DAS SCHÖNWERK in dieser Form nicht. Es war mein wichtigstes Tool, um Kund:innen aus Münster auf den damaligen Standort in Steinfurt aufmerksam zu machen – und letztlich der Auslöser für den Umzug. Instagram nutze ich allerdings nie als direkten Verkaufskanal, sondern als Bühne für Geschichten, Stimmungen und Nähe – rechtlich sicher und authentisch. 10. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Siehe Antwort 7. 11. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest: Würdest du heute etwas anders machen? Nein – ich bin kein „Hätte-hätte-Fahrradkette“-Typ. Jede Entscheidung war Voraussetzung für die nächste. Alles fügt sich. 12. Dein nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest? Ich setze mir keine langfristigen Ziele. Ideen entstehen bei mir spontan – aus Momenten, Begegnungen oder Emotionen heraus. Planung spielt dabei eine untergeordnete Rolle; Intuition ist mein Kompass. Antworten von Antje Kleine-Berkenbusch. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 12 Fragen bei Dir, Antje. INFO & Kontakt: Antje Kleine-Berkenbusch Das Schönwerk - Concept Store Spiekerhof 23/24 48143 Münster info@dasschoenwerk.de www.dasschoenwerk.de www.instagram.com/das_schoenwerk Fotos & Grafiken & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Antje Kleine-Berkenbusch

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen? Eigentlich war es meine Oma, die mich als kleines Kind mit in die kreative Welt genommen hat. Ob Seidenmalerei, Batik oder Bilder aus Muscheln kleben – wir haben immer etwas Kreatives zusammen gemacht. Später, nach dem Abitur, habe ich vier Jahre Grafikdesign an der Kunstschule Alsterdamm in Hamburg studiert. Direkt danach bin ich in eine Agentur gegangen, die sich auf Verpackungsdesign für Düfte, Haut- und Pflegeprodukte innerhalb der Beauty-Branche spezialisiert hat. Hier konnte ich viel über Artdirektion sowie primäre und sekundäre Produktveredelung lernen. Nach zehn Jahren Agenturerfahrung habe ich 2009 den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt – und ich habe es kein einziges Mal bereut. Bis heute gestalte ich hauptsächlich personalisierbare Karten und Papeterie-Produkte. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Meine Karten findet man bei der Kartenmacherei ( kartenmacherei.de ). 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Als junges Mädchen wollte ich unbedingt Töpferin werden – mit zwei Händen und der Drehscheibe etwas Bleibendes und Nützliches zu formen, hat mich einfach fasziniert. Auch die Arbeit mit dem Material Holz finde ich toll. Man kann so tolle Möbel selber herstellen. Etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen, ist einfach so erfüllend. 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Inspiration finde ich überall: bei Spaziergängen in der Natur, auf Reisen, in meinen unfertigen Skizzenbüchern, in einer über Jahre gesammelten digitalen Ideensammlung, in den sozialen Medien oder auch in Filmen. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Nach der Designauswahl wird das Design in Illustrator oder InDesign fertiggestellt. Da meine Karten personalisierbar sind, werden die einzelnen Designelemente – wie zum Beispiel Bilder und Schriften – separiert, und das Designtemplate wird in bis zu zehn unterschiedlichen Farben angelegt. 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? In schwierigen Phasen nicht aufgeben, dranbleiben und weitermachen. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Neben meiner Website bin ich bei Instagram und seit Kurzem auch bei LinkedIn. Die Überlegung, einen eigenen Onlineshop zu haben, finde ich eigentlich ganz spannend. 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Immer wieder etwas Neues zu erschaffen, das anderen gefällt, bewegt oder auch nützt, ist für mich Erfolg und die schönste Belohnung zugleich. Freiheit und Selbstbestimmung sind mir ebenfalls unglaublich wichtig. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Ich würde nichts ändern wollen – nur hätte ich mir rückblickend gerne etwas mehr Zeit für Weiterbildung genommen. Heute empfinde ich es als große Bereicherung, Neues zu lernen. Ob es darum geht, neue kreative Techniken zu entdecken, die ich in meinen Designs anwenden kann, oder etwas völlig Neues wie Wellenreiten zu lernen. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest? Ich würde gerne ein schönes Zuhause zum Leben und Arbeiten in der Natur finden. Antworten von Tessa Oehne. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Tessa. INFO & Kontakt: Tessa Oehne Lübeck www.tessaoehne.com www.instagram.com/tessaoehne www.linkedin.com/in/tessa-oehne Fotos & Grafiken & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Tessa Oehne.

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen? Der verlief über einige Umwege. Ich habe generell schon immer gezeichnet, hatte aber nie darüber nachgedacht, dass so ein Hobby für eine berufliche Laufbahn funktionieren könnte bzw. war ich in der Hinsicht nicht sehr gut informiert zur damaligen Zeit. Hinzu kam, dass mit meinem Realschulabschluss eher eine Ausbildung als ein Studium in Frage kam. Nachdem ich dann eine Ausbildung zum Schriftenmaler / Maler abgeschlossen hatte und bereit war in diesem Beruf loszulegen, hatte mir eine sehr gute Freundin nahegelegt, mein Fachabitur nachzuholen und mich danach an diversen Hochschulen für ein Grafik-Design Studium zu bewerben. Das Fachabitur würde mich schließlich nur ein Jahr Schulbank kosten, meine Weiterbildungsmöglichkeiten in einem gestalterischen Beruf aber enorm erhöhen. Das erschien mir sehr plausibel also tat ich das und bewarb mich nach meinem Abschluss für den Studiengang Grafik-Design an an der HAWK – Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst. Im Studium konnte ich dann meine Schwerpunkte selber wählen und entsprechend vertiefen. Was geradezu eine Offenbarung für mich war. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Da ich praktisch eine gestalterische Dienstleistung anbiete, habe ich keinen bestimmten Ort oder eine Plattform auf die ich angewiesen bin um Produkte zu verkaufen. Ich erarbeite direkt mit meinen Kunden illustrative Lösungen für deren individuelle Ideen oder Konzepte.. 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Darüber denke ich nicht nach. Ich fühle mich da wo ich bin sehr wohl und möchte mich in diesem Bereich stetig weiterentwickeln. 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Ich pflege kein spezifisches Ritual. Inspiration kann für mich wirklich alles sein und passiert auf einer eher unterbewussten Ebene. Ich treffe mich gerne mit anderen Künstlerrinnen und Künstlern. Das finde ich sehr inspirierend. Für viele Projekte ist eine intensive Recherche notwendig um mich mit neuen Themen vertraut zu machen. Auch daraus ziehe ich viel Inspiration und Motivation für das jeweilige Projekt. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Wird mein Entwurf vom Kunden freigegeben stelle ich einen Digitalen Datensatz in allen gängigen Grafikformaten zur Verfügung. Diese werden dann vom Kunden in diversen Medien weiterverarbeitet. Beispielsweise für Print, Online, Ausstellungen, Gaming oder Film. 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? Für mich hat sich der Ausbau eines guten Netzwerks als sehr positiver Indikator für potentielle Jobs herausgestellt. Raus gehen, Veranstaltungen besuchen die einen interessieren, mit Leuten reden, Kontakte pflegen. Eine gute Onlinepräsenz ist natürlich ebenfalls ein Muß. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Ich nutze überwiegend Instagram und LinkedIn um meine Projekte zu teilen. Einige meiner persönlichen Arbeiten biete ich auf Redbubble.com an. Der Hauptteil meiner Arbeit umfasst jedoch digitale Dienstleistungen im Bereich Illustration, Storyboard und Character-Design. 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Oh das ist simpel. Es macht mir irrsinnigen Spaß. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Ich schätze, ich würde die dreijährige Ausbildung skippen und mich direkt um ein Studium bemühen. Würde ich heute neu beginnen, gäbe es mehr Optionen als 1999. Beispielsweise haben wir jetzt Hochschulen die sehr viel spezifischer Studiengänge wie Illustration oder Game-Design anbieten. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest ? Ich würde in nächster Zeit gerne einen YouTube Kanal starten wo ich die Grundlagen des Zeichnens vermittle. Aber das ist noch in der groben Planung. Antworten von Albert Hulm. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Albert INFO & Kontakt: Albert Hulm - Illustration 10179 Berlin www.instagram.com/HerrHulm www.sploosh.de Fotos & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Albert Hulm.

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zum Design gekommen? Ich wollte schon immer einen Beruf ausüben, in dem ich meinen Interessen folgen kann. Vor über 20 Jahren habe ich ein Praktikum in einer inhabergeführten Agentur gemacht – danach war mir sofort klar: Das ist genau mein Ding! (Der Inhaber und ich sind übrigens bis heute befreundet. 🙂). Daraufhin habe ich Kommunikationsdesign (Diplom) in Krefeld studiert und bin anschließend klassisch in eine Werbeagentur gegangen (auch weil man damals nicht wirklich viele Alternativen kannte). 2013 habe ich mich dann selbstständig gemacht – mit einem Fokus auf Illustration und Animation, vor allem Erklärvideos wollte ich produzieren. Diese Schwerpunkte begleiten mich bis heute, wobei Animation inzwischen viel komplexer geworden ist und zu Erklärvideoproduktion gesellten weitere Themen wie Social Media, App/Web Animationen, Motion Branding etc. hinzu. 2020 gründete ich zusammen mit einem guten Freund das Designbüro „BART“. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Über meine eigene Website und ein langjährig gewachsenes Netzwerk. 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Eine wirkliche Alternative gab es damals für mich nie. Mit 15 wollte ich allerdings mal Zoowärter werden. 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Eigentlich nicht. Die Welt vielleicht ;) Aber ich finde es essenziell, als Kreativer immer neugierig zu bleiben. Das ist für mich die wichtigste Quelle der Inspiration. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Im „BART-Designbüro“ haben wir feste Abläufe für fast alles. Je nach Projekt – ob Video, Illustration oder Piktogramm – unterscheiden sich die Prozesse natürlich ein wenig. 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Designer:innen? Seid zuverlässig, transparent und beherrscht euer Handwerk. Steht zu euren gestalterischen Entscheidungen – und habt so oft es geht Spaß an dem, was ihr macht. Klingt zwar Opamässig aber funktioniert ganz gut. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Aktiv bin ich aber nur auf Instagram und LinkedIn. Ich nutze es hauptsächlich fürs Portfolio von BART und für Making-of-Einblicke. Einen Onlineshop habe ich nicht. Zumindest keine den ich aktiv betreibe. Früher habe ich mal Poster und T-Shirt design bei https://society6.com/, Artflakes und https://www.posterlounge.de/ verkauft. Aber ich hab schnell gemerkt das es nicht so meins war und mich mehr den Auftragsarbeiten gewidmet. 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Ich kann das, was ich tue, sehr gut – und empfinde es als großes Privileg, diesen Weg schon so lange gehen zu dürfen. Besonders wertvoll finde ich, immer wieder neue Menschen und Themen kennenzulernen. Genau das ist für mich Erfolg. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Ehrlich gesagt: gar nichts. Sonst wäre ich vielleicht gar nicht da, wo ich heute stehe. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest ? Zunächst möchte ich so weitermachen wie bisher. Aber ich habe auch noch ein paar Herzensprojekte: zum Beispiel einen illustrierten Opener für einen Streaminganbieter gestalten oder ein weiteres Musikvideo umsetzen. Antworten von Bartosz Dronka. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Dir, Bartosz! INFO & Kontakt: BART-Designbüro für Bewegtbild und Illustration aus Wuppertal www.bart-design.de www.instagram.com/bartdesignb www.linkedin.com/in/bartosz-dronka Fotos & Illustrationen: Mit freundlicher Unterstützung by Bartosz Dronka

1. Dein Werdegang | Wie bist Du eigentlich zur Kunst bzw. Design gekommen? Davon geträumt, etwas mit Kunst zu machen, habe ich schon seit meiner Kindheit. Das habe ich aber lange Zeit für mich behalten, denn ich habe mich immer sehr an anderen orientiert. Und irgendwie kam dieser Beruf in meiner Umgebung gar nicht vor, ich hatte also niemanden, der mir in der Hinsicht ein Vorbild gewesen wäre. Richtig ernsthaft verfolgt habe ich es dann mit der Wahl der Leistungsfächer in der Oberstufe. Ich habe damals die Schule gewechselt, um Kunst als Leistungsfach belegen zu können. Nach dem Abitur war ich mir dann aber wieder sehr unsicher, und habe mich an der Uni zunächst für Französisch, Spanisch und Wirtschaft eingeschrieben. Dort habe ich es aber nur zwei Wochen ausgehalten und sehr schnell gemerkt, dass das gar nichts für mich ist. Daraufhin habe ich an einer Jugendkunstschule meine Mappe gemacht und mich an der FH für Design in Münster beworben, wo ich zum Glück auch direkt genommen wurde. Dort belegte ich den Schwerpunkt Illustration und spezialisierte mich auf die Kinderbuchillustration. Nach dem Studium habe ich dann für eine lange Zeit Kinderbücher illustriert und auch ein paar Bilderbuchtexte geschrieben. Seit ein paar Jahren aber habe ich mein Tätigkeitsfeld erweitert und arbeite nun unter dem Label „Anna Salto Art“ vermehrt für ein erwachsenes Publikum in den Bereichen Porträtillustration und freie Kunst. 2. Dein Verkauf | Wie und wo verkaufst du deine Produkte? Seit diesem Jahr habe ich einen eigenen Onlineshop: Magischebilder.com . Hier bekommt man meine Porträts als Prints, Printprodukte wie z.B. Taschen und Notizbücher, sowie Originalkunstwerke. Hin und wieder verkaufe ich auch auf Kunsthandwerker- und Designmärkten. Für den Kinderbuchbereich arbeite ich mit einer Agentin zusammen, die für mich Akquise macht, fahre aber auch selber auf Buchmessen und andere Messen. 3. Deine alternativen Berufe | Welche 2-5 alternativen Berufe wären auch passend für dich gewesen? Für mich gibt es keinen alternativen Beruf. Ich kann mir wirklich nichts anderes für mich vorstellen. Hätte ich solch einen gefunden, dann würde ich ihn wahrscheinlich auch ausüben. 😉 4. Deine Inspiration | Wie sieht Dein tägliches Ritual für die Inspiration aus? Mein einziges wirklich festes Ritual ist mein Morgenspaziergang: Bevor ich anfange zu arbeiten, gehe ich ca. eine halbe Stunde spazieren. Manchmal komme ich dabei auf neue Ideen oder finde eine Lösung für ein kreatives Thema. Manchmal tut es aber auch einfach gut, nur zu gehen und den Kopf frei zu bekommen. 5. Deine Designs | Was passiert nach dem Entwurf? Wie gehts zum Verkaufsprodukt? Das kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem, woran ich gerade arbeite. Bei meinen Illustrationsprojekten skizziere ich zuerst mit Bleistift, scanne die Skizze ein und arbeite dann digital weiter. Meine Porträts entstehen meist als Monotypiezeichnungen, die ich digital weiterverarbeite. Und für freie Kunstwerke arbeite ich entweder nach eigenen, digitalen Vorlagen (allerdings ohne den Einsatz von KI), oder direkt auf Papier oder Leinwand, ganz ohne Vorlage oder Skizze. Das digitale Arbeiten hat in der Zusammenarbeit mit Verlagskund*innen den großen Vorteil, dass ich einfacher und schneller Korrekturen und Änderungen einarbeiten kann. Und ich kann meine Bilder direkt auf Produkte drucken lassen. Genauso sehr liebe ich aber die Arbeit an Originalkunstwerken: Ihre Einzigartigkeit und besondere Wertigkeit faszinieren und begeistern mich und der Prozess bis zum fertigen Kunstwerk hat seinen ganz besonderen Reiz. 6. Dein Erfolgsrezept | Hast du einen Erfolgstipp für angehende Künstler- und/oder Designer:innen?? Ich finde es wichtig herauszufinden, was einem am Herzen liegt und am meisten Spaß macht. Gibt es ein Thema, das dich besonders berührt? Dann verfolge es, probiere viel aus, aber versuche dieser Linie treu zu bleiben. Eine Klarheit im Ausdruck, in der Technik und/oder im Thema bringt Wiedererkennbarkeit, und das ist heute enorm wichtig, um andere von deiner Arbeit zu überzeugen. 7. Dein Social Media Auftritt | Wie nutzt du die sozialen Medien für dich und auf welchen Plattformen bist du vertreten? Verkaufst du auch per Onlineshop? Auf Instagram habe ich im Moment zwei Accounts: Einen für die Kinderbücher und einen für „Anna Salto Art“, also meine Kunst. Hier bin ich, zumindest in den Stories, täglich aktiv. Daneben bin ich auch auf LinkedIn zu finden. Ich nutze außerdem die Möglichkeit, meine Arbeit auf Plattformen wie der Illustratoren-Organisation oder dem K3-Portal, einem Karlsruher Netzwerk für Kreativschaffende zu zeigen. Und dann gibt es da noch meine zwei Webseiten und meinen Onlineshop. Im Grunde nutze ich meine Social-Media-Auftritte als Portfolios, sodass man sich ein Bild von mir und meiner Arbeit machen kann. Daneben möchte ich dort auch neue Leute gewinnen, die meine Arbeit mögen und wertschätzen und vielleicht sogar meinen Newsletter abonnieren. Außerdem weise ich regelmäßig auf meinen Online-Shop hin, denn der gerät sonst schnell in Vergessenheit. Mein Ziel ist es, meine Bilder bald auch auf Pinterest zu zeigen, um Kund*innen von dort aus auf meinen Shop aufmerksam zu machen. 8. Dein Warum | Warum tust du das, was du tust und was bedeutet Erfolg für dich? Gerade in schweren Zeiten hilft Kunst und Musik mir sehr, mich auf das zu besinnen, was wichtig ist im Leben, und worum es wirklich geht. Kunst kann uns helfen, bei uns selbst anzukommen und von dort ausgehend einen neuen Weg zu finden, mit der Welt draußen klar zu kommen. Schönheit und Ästhetik spielen ebenfalls eine große Rolle für mich. Ich brauche schöne Dinge um mich herum, und wenn sie dann noch Sinn spenden, weil sie eine Geschichte erzählen, die mich berührt, dann macht mich das sehr glücklich! Außerdem ist es ganz wunderbar, wenn man etwas erschaffen kann, was vorher so noch nicht da war. Erfolg bedeutet für mich, dass ich Menschen finde, die das, was ich mache, mögen und wertschätzen, und dass es sie auf irgendeine Art und Weise berührt. 9. Dein Neubeginn | Wenn du mit der Erfahrung von heute nochmal von vorne anfangen könntest, was würdest du heute anders machen? Wenn ich mit der Erfahrung von heute noch einmal neu beginnen könnte, würde ich mehr Energie ins Netzwerken stecken und den Austausch suchen mit Kreativen auch aus anderen Sparten. Denn der Blick über den Tellerrand kann einem so viele neue Möglichkeiten eröffnen! Das habe ich mich am Anfang meiner Laufbahn noch nicht so recht getraut. 10. Deine nächstes Ziel | Was ist dein nächstes großes Ziel oder Wunschtraum, den du dir erfüllen möchtest ? Seit Anfang diesen Monats habe ich mir einen Atelierplatz in einem Co-Working-Space gemietet. Ich habe mir vorgenommen, dort nur analog zu arbeiten. Mein Ziel ist es, mehr in die Malerei einzutauchen, was bei mir im Homeoffice leider bisher immer zu kurz kam. Sehr gerne würde ich mit den Werken, die dort zukünftig entstehen, einmal an einer Ausstellung teilnehmen. Antworten von Anna Marshall/Anna Salto Art Ich bedanke mich ganz herzlich für die Beantwortung der 10 Fragen bei Anna Marshall. INFO & Kontakt: Anna Marshall, Dipl.-Des. Ludwig-Marum-Str. 36 76185 Karlsruhe www.annamarshall.de www.instagram.com/shallwedraw www.instagram.com/annasalto.art Fotos: Anna Marshall

Storytelling beginnt bei dir: Wie deine Lebensthemen zur Heldenreise deiner Marke werden Neulich war ich auf zwei verschiedenen Workshops. Einer zum Thema "Schreiben für die Seele" und einer zum Thema: "Vorbilder". Und nach einigen Tagen verknüpften sich die beiden Workshops zu einem eigenen Reflexionsprozess: Habe ich überhaupt Vorbilder? Und wenn ja – was verbindet sie? Was sagt das über mich aus? Diese scheinbar einfachen Fragen öffneten meine Gedanken – über meine Lebensgeschichte, über wiederkehrende Themen und vor allem über die Kraft des persönlichen Storytellings. Leidenswege als Nährboden für Storys? Was mich besonders nachdenklich gemacht hat, war der Gedanke an die Leidenswege meiner Vorbilder. Manche von ihnen sind mit ihren Geschichten bekannt geworden, andere sind im Stillen ihren Weg gegangen – oft mit vielen Hürden. Ich denke da z.B. an Camillie Claudel, aber auch an Vincent van Gogh. Frida Kahlo usw. Die Liste ist lang... Und genau da wurde es spannend: Denn wir alle durchlaufen unseren ganz eigenen „Leidensweg" – individuell, emotional, transformierend. Der eine scheint mit Glück gesegnet, die andere stolpert von einer Krise zur nächsten. Aber ist das wirklich so? Manchmal sieht Glück im Rückblick wie Pech aus. Oder wie Scheitern. Dabei war dieses Scheitern oft ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu Wachstum, Stärke, Selbstverwirklichung. Deine Biografie als kreative Quelle Wenn du dich mit deiner Biografie beschäftigst – sei es beim Schreiben, beim Malen, beim Gründen – wirst du merken: Deine persönlichen Lebensthemen mischen immer mit. Ob du willst oder nicht. Diese Themen zeigen sich in deiner kreativen Arbeit, in deiner Haltung, in deinem ureigenen Sinn des Lebens. Und genau das ist deine größte Ressource für Social Media. Denn gutes Storytelling lebt von Authentizität. Von echten Emotionen. Von Transformation. Opfer, Retter\:in, Held\:in? Willkommen im Drama-Dreieck In der Psychologie gibt es das sogenannte *Drama-Dreieck*. Es beschreibt Rollen, die wir in Konflikten (und oft auch im Leben) einnehmen: Opfer, Retter\:in oder Täter\:in. Diese Dynamik ist nicht nur in Familiensystemen oder Beziehungen spürbar, sondern auch in Romanen, Filmen und – ja, genau – in deinem Social Media Auftritt. Denn jede Marke, die berührt, erzählt eine Geschichte . Und die spannendsten Geschichten sind nicht glatt, sondern ehrlich. Die Heldenreise: Dein Storytelling-Kompass Die klassische Heldenreise ist ein Grundmuster jeder guten Story: Jemand bricht auf, erlebt Herausforderungen, fällt, lernt, wächst – und kommt verändert zurück. Auch du bist diese Heldin. Dieser Held. Du hast Dinge erlebt, überwunden, neu bewertet. Warum also nicht genau daraus deine Story entwickeln? Dein eigenes Storytelling starten: 7 kraftvolle Fragen Wenn du dein authentisches Social Media Storytelling entwickeln willst, starte mit diesen Fragen: 1. Wer sind meine Vorbilder – und was haben sie gemeinsam? 2. Was sind meine Lebensthemen und Leidenswege? 3. Was habe ich selbst gemeistert, überwunden oder gelernt? 4. Welche Fähigkeiten habe ich auf diesem Weg erworben? 5. Wie lautet meine Geschichte – in einer packenden Kurzversion? 6. Was ist mein persönliches „Warum“ – mein Purpose? 7. Wie kann ich damit andere inspirieren, ermutigen oder anziehen? Diese Fragen sind nicht nur Selbsterkenntnis-Tools – sie sind die Grundlage für dein Personal Branding und für tiefgehendes, nachhaltiges Storytelling in den sozialen Medien. Fazit: Deine Geschichte ist wertvoll – zeig sie! Menschen folgen Menschen. Nicht wegen perfekt designten Grafiken oder klugen Hashtags, sondern wegen echter Verbindung und Identifikation . Wenn du deine Geschichte teilst, gibst du anderen die Erlaubnis, sich selbst wiederzuerkennen. Du wirst greifbar, nahbar – und zur Held\:in, mit der man sich identifizieren kann. Also: Wie würde deine Romanfigur aussehen? Und wie fängst du an, ihre Geschichte zu erzählen?




